Dein Anti-Typ
Cover 01 — Was triggert dich? 02 — Die Rampensau 03 — Leitfragen 04 — Noch ein Beispiel Abschluss
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Zone 2 · Stärken

Dein Anti-Typ

Es gibt diese eine Person. Schule, Arbeit, Mannschaft, Freundeskreis — egal wo. Was sie sagt oder macht, triggert dich sofort. Dieses Tool zeigt dir, warum das passiert und was du daraus mitnehmen kannst.

Du Deine Werte Anti-Typ Andere Werte Trigger = Lernfeld
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Leitfragen anwenden
Schnapp dir einen Stift. Du brauchst 15 Minuten.
6 Seiten · 5 Leitfragen · 2 Beispiele
Alex Hörber
Ich? Hätte ich nicht gedacht!
Worksheet · 6 Seiten
01
Was triggert dich?

Was dich triggert, sind deine Werte. Genauer: Die andere Person verletzt einen Wert, der dir wichtig ist. Ihr Verhalten steht im direkten Gegensatz zu dem, was dir etwas bedeutet.

Hinter jedem Trigger steckt ein Wert,
der dir wichtig ist.
Beispiel: Die Rampensau
Du bist eher introvertiert. Dein Anti-Typ ist die Rampensau — macht sich wichtig, stiehlt allen die Show. Du gönnst dir das Rampenlicht fast nie. Und genau das triggert dich.

Jetzt kommt der Dreh: Statt dich über die Person aufzuregen, stell dir ein paar Fragen. Versuch, etwas von deinem Anti-Typ zu lernen. Klingt verrückt? Kann sein. Aber du wirst merken: Es nimmt dir den Stress — und du nimmst was Brauchbares mit.

02
Deine Leitfragen
Für jede Person, die dich triggert
Nimm dir deinen Anti-Typ vor und geh diese Fragen durch:
  • Was kann ich von meinem Anti-Typ lernen? Was macht er oder sie richtig gut? Wobei könnte mir das helfen?
  • Was traut er/sie sich, was ich mich nicht traue? Was würde ich auch gerne können?
  • Welche Werte passen nicht zusammen? Welchen Wert verletzt mein Anti-Typ immer wieder?
  • Welcher Wert steckt hinter dem Verhalten des Anti-Typs?
  • Wie kann ich den Wert des anderen anerkennen? Was kann ich dem Anti-Typ geben, damit sich die Situation ändert?
Deine Gedanken:
03
Die Leitfragen in Aktion

Zurück zur Rampensau:

Was traut er sich, was ich mich nicht traue? In einer Gruppendiskussion hast du eine gute Idee — aber du denkst: Ich warte mal ab. Dein Anti-Typ? Legt direkt los. Vielleicht nicht mal mit dem besten Beitrag. Aber er hat sich getraut.

Statt dich aufzuregen, frag dich: Wäre es nicht auch für die ganze Gruppe gut, wenn du deine Ideen öfter aussprichst? Du musst nicht zur Rampensau werden. Aber dir ab und zu Gehör verschaffen — das steht dir genauso zu.

Noch ein Beispiel — die Supermarkt-Kasse:

Einer deiner Werte ist Rücksichtnahme. Jemand drängelt sich an der Supermarkt-Kasse vor, quetscht sich in den Bus, schnappt sich die letzte Freikarte fürs Konzert. Das triggert dich — weil die Person etwas tut, was du dir nie erlauben würdest.

Jetzt die Frage: Was erlaubt sich die Person, was du dir nicht erlaubst? Und in welcher Situation könntest du dir auch mal etwas erlauben? Du bleibst rücksichtsvoll. Aber du darfst dir ab und zu auch was zugestehen.

04
Was bleibt

Es geht nicht darum, deine Werte über Bord zu werfen. Und auch nicht darum, deinen Anti-Typ plötzlich toll zu finden. Es geht darum, dir manchmal etwas zu erlauben — und zu sehen, dass hinter dem, was dich triggert, auch etwas steckt, das dich weiterbringt.

Tipp: Das Werte-Quadrat
Noch ein Werkzeug, das hier gut passt: das Werte-Quadrat. Es zeigt dir, wie Werte zusammenhängen — und warum manche Gegensätze weniger weit auseinander liegen, als du denkst.
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Deine Anti-Typen-Liste:
Deine Fragen an deine Anti-Typen:
Hinter jedem Trigger steckt ein Wert.
Und hinter jedem Anti-Typ steckt
etwas, das du lernen kannst.

Schau dir deine Liste an. Bei wem reagierst du am stärksten? Nimm dir diese Person vor und geh die Leitfragen einmal durch.

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Was nimmst du mit?
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Dein Alex

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